2024

15.00–16.30

Zimmer 24

Volkshaus

Im nordsyrisch-kurdischen Rojava wird seit mehreren Jahren versucht, eine radikaldemokratische Gesellschaftsform umzusetzen. Sie basiert auf Selbstverwaltung, Frauenbefreiung, Ökologie und Partizipation von unten und ist weit über den Mittleren Osten hinaus wegweisend.

Die grundlegenden Überlegungen zu einer solchen radikaldemokratisch organisierten Gesellschaft, dem demokratischen Konföderalismus, stammen von Abdullah Öcalan. Dabei steht nicht mehr der nationale Befreiungskampf im Zentrum, sondern die Frage, wie ausgehend von einem fliessenden Konzept und antipatriarchalen Denkweisen innerhalb eines Systems alternative basisdemokratische Strukturen aufgebaut werden können.

Aus diesem Grund bekämpft der türkische Staat das Modell Rojava politisch und militärisch. Der Ansatz würde aber auch auf dem gesamten Globus zu grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen führen, weshalb ihm die dringend benötigte Unterstützung versagt bleibt. 

Die Auseinandersetzung mit dem demokratische Konföderalismus leistet einen grundsätzlichen Beitrag zu Demokratie-Debatten und zu einer radikaldemorkatischen Zukunft.