2024

Workshop

Privater Bodenbesitz - der Elefant im Raum

Organisiert von:

Denknetz

13.15–14.45

Kinosaal

Xenix

Der private Bodenbesitz – endlich den Elefanten im Raum in den Blick nehmen!

Eines der dringendsten Probleme in unserem Land besteht aktuell in der Bereitstellung von gutem, ökologisch verantwortbarem und bezahlbarem Wohnraum für alle. Besonders in den urbanen Zentren der Schweiz wird sich die Situation in den kommenden Jahren noch verschärfen. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Bodenpreise für Immobilienbauland im Verlauf der letzten Jahre um ein Vielfaches der allgemeinen Teuerung gestiegen sind. 

Hier ist anzusetzen: Das knappe Gut des Bodens muss dem privaten Profitstreben entzogen und dem spekulativen Bodenhandel ein Riegel geschoben werden. Die kommenden politischen Kämpfe sind auf das Fernziel des gemeinschaftlichen Besitzes von Boden auszurichten. Im Sinne einer Transition sehen wir zwei weitere Schritte: Die Durchsetzung von Vorkaufsrechten für die öffentliche Hand und die Erhebung einer Bodensteuer.

Im Workshop wollen wir uns vor allem mit dem Thema der Bodenrente auseinandersetzen. Die Bodenrente als leistungsfreies Einkommen der Bodenbesitzenden soll mit einer Steuer ganz oder teilweise abgeschöpft werden. Wir diskutieren Möglichkeiten und Grenzen dieser Strategie. 

Mit 

Priscilla Imboden, Bundeshausredaktorin der Republik 

Prof. Dr. Jean-David Gerber, geschäftsführender Direktor des geographischen Instituts der Universität Bern, Leitung Unit politische Stadtforschung und nachhaltiger Raumentwicklung.